Fellpflege:
Die Fellpflege soll die Schönheit des Hundes zu Geltung bringen.

Bürsten:
Gebürstet wird der Pudel möglichst täglich, aber mindestens 2 bis 3 mal wöchentlich. Das Bürsten dient dazu Staub, Schmutzreste, tote Haare und Schuppen zu entfernen.
Man bürstet den Pudel immer gegen den Strich, als erstes vom Schwanz zum Kopf. Danach die Beine von unten nach oben und die Seiten und den Bauch. Durch regelmäßiges Bürsten wird auch die Haut massiert und die Durchblutung gefördert.

Die Schur:
Je nach Größe des Hundes sollte ein Pudel alle 4 bis 8 Wochen geschoren werden. Dieses sollte ein Fachmann machen, damit er hinterher auch wie ein Pudel aussieht. Es gibt vier anerkannte Schurarten, Die Modeschur, die klassische Schur, der Puppy-Clip und der Saddle-Clip. Auf Ausstellungen sieht man immer häufiger die sogenannte Continentale Schur (Conti - Clip), welche von den Zuchtrichtern tolleriert wird. Nichtausstellungshunde können auch in einer sportlichen Schur geschnitten werden, der Phantasie ist dabei freien Lauf gelassen.

Baden:
Der Hund wird in eine Wanne mit offenen Abfluß gestellt. Die Ohren werden zum Schutz vor eindringendes Wasser mit Wattepads verschlossen. Mit handwarmen Wasser wird der Hund völlig nass gemacht. Dann reibt man ihn vollständig mit Shampoo ein.
Bitte darauf achten das nichts in die Augen und in die Ohren kommt.
Nach den einshampoonieren spült man den ganzen Körper gründlich ab.
Falls erforderlich wiederholt man das Einschäumen und Ausspülen.
Abschließend wird der Pudel gut abfrottiert und trockengefönt. Beim Fönen wird das Fell ständig gebürstet, damit es sich nicht unerwünscht kräuselt.

Ohrenpflege:
Die Ohren des Hundes müssen regelmäßig auf Fremdkörper und Entzündungen kontrolliert werden. Die Haare im äüßeren Gehörgang werden herausgezupft (Hundefriseur).
Fremdkörper und Entzündungen gehören in die Hand eines Tierarztes!
Schlechter Geruch, bräunliche oder weißliche Flüssigkeit, die sich trotz aller Pflege nicht entfernen lässt, weisen auf eine Ohrentzündung hin.
Keinesfalls sollte man selbstständig mit Wattestäbchen, Wasser oder Seife an die Behandlung der Ohren des Hundes gehen.
Im Sommer können sich Grannen tief im Gehörgang festsetzen, was für den Hund nicht nur sehr schmerzhaft ist, sie können auch das Trommelfell zerstören; darum muss man sie möglichst schnell entfernen lassen.

Augenpflege:
Jeden Morgen sollte mit einem weichen Tuch der Schlaf aus den Augen gewischt werden.
Bei Bindehautentzündungen, eitrigem Augenausfluß, sehr starkem Tränenfluss sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

Zahnpflege:
Mit Anfang des Zahnwechsels sollte die Gebiss - Stellung regelmäßig
kontrolliert werden. Es kann passieren , dass die zweiten Zähne heraus wachsen, ohne das die Milchzähne ausgefallen sind.
Wenn dies zu spät bemerkt wird, kann es zu Zahnmissbildungen kommen ( der neue Zahn wächst in die verkehrte Richtung).
Sollten die Milchzähne nicht ausfallen, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.
Im Welpenalter muss man frühzeitig mit der Zahnpflege beginnen. Die Pflege dient zur Eingewöhnung ( wichtig bei den zweiten Zähnen) und zur Stärkung des Zahnfleisches.
Der Feind des Hundezahns ist Zahnstein, der nach und nach die Backen- und Fangzähne bedeckt und schlechten Mundgeruch verursacht. Zu dem kann es zu Zahnfleischentzündungen und zur Parodontose führen.
Darum sollte man, sobald sich Zahnstein zeigt, zum Tierarzt gehen.
Die richtige Ernährung (Rohfütterung) spielt bei der Entstehung bzw. Nichtentstehung von Zahnstein eine entscheidene Rolle. Dem Hund sollte wöchentlich Gelegenheit gegeben werden, an geeigneten Nahrungsmittel z.B. Ochsenschwanz (roh), sein Gebiß zu reinigen und zu stärken.

Krallenpflege:
Die Krallen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Die meisten kleinen
Rassen laufen sich die Krallen nicht ab, dann müssen sie gekürzt werden (Hundefriseur). Zu lange Krallen sind aber meistens ein Pfotenstellungsfehler, diese Hunde haben sogenannte Hasenpfoten. Hierbei ist die Pfote sehr flach und die Krallen können sich auch auf harten Untergrund niemals ablaufen. Hund mit gut aufgeknöcherten Pfoten (Katzenpfoten) laufen sich die Krallen bei ausreichender Bewegung auch auf weichem Untergrund ab. (Dem Wolf hat noch nie jemand eine Kralle geschnitten, dabei meidet er naturgemäß harte Asphaltstraßen!)

Pfotenpflege:
Die Pfoten müssen auf Fremdkörper, wie kleine Steinchen oder Kaugummi überprüft werden, diese sind dann zu entfernen.
Leckt sich der Hund intensiv die Pfote, so muss man auch zwischen den Zehen nachsehen, was ihn stört und es entfernen.


Nur ein gepflegter Pudel ist ein schöner Pudel und fühlt sich wohl !

   
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